Parteien-weimarer republik?

Deine Frage

Stimmt es,dass die USPD
KPD
DNVP
NSDAP
Radikale parteien der weimarer republik waren?Wenn nicht,welche waren es? Bitte,ist wichtig!

Antworten

  1. Ja,es waren radikale Parteien im Reichstag.Es gab noch mehr im Land,aber nur die
    stramm rechte DNVP (Deutschnationale Volkspartei) saß von 1919 bis 1933 im
    Reichstag,mit etwa immer der gleichen Anzahl von Mandaten,so dass man sie heute als
    eine rechte Volkspartei einordnen würde, doch war sie jene Partei,die dann der anders
    gearteten und anders radikalen NSDAP mit ihrem seit 1920 unangefochtenen Führer 1933
    zur Reichskanzlerschaft verhalf.Dann aber nahm in einem ungeahnten Tempo eine ganz
    neue Politik ihren Lauf: HITLER,der mit dem Koalitionspartner DNVP Reichskanzler wurde,
    verbot nur wenige Monate später alle Parteien (außer seiner eigenen NSDAP),
    auch die DNVP also ,deren Fraktionsführer Selbstmord beging. Soweit zum rechten
    radikalen Flügel im Reichstag.(Während der goldenen 20er Jahre,als "der greise
    Feldmarschall" Hindenburg Reichspräsident war, arbeitete die DNVP sogar ab und an
    in Regierungen mit,doch schwarz-weiß-rot blieb man im Herzen,blieben vor allem
    Justiz und Verwaltung im Deutschen Reich,außer Preußen,das bis 1932 eine stabile
    SPD-Regierung hatte.
    Auf der linken Seite gehörte die USPD nicht zu den radikalen Parteien,zumal sie seit
    ihrer Gründung 1917 aus Protest gegen die den Krieg unterstützende SPD in zwei
    Flügel geteilt war.Sie war bei den ersten Wahlen 1919 im Gegensatz zur mächtigen
    SPD (163 Sitze) nur mit 7,6 Mio Stimmen= 22 Sitzen knapp davongekommen, erreichte
    nach dem Kapp-Putsch ihr bestes, doch einziges gutes Ergebnis: 17% Wählerstimmen
    (nach dem Zorn über den Verrat der SPD-Führer gegenüber jenen,die die Regierung mit
    der Waffe in der Hand vor den putschenden Reichswehrtruppen verteidigten,die Tage
    danach als "Regierungstruppen" die Verteidiger an vielen Orten in Westfalen,im Ruhrgebiet, Sachsen,Thüringen, Teilen Mecklenburgs und besonders in München niederschossen) ,
    doch nach dem Kapp-P. hörte die USPD auf, als ernsthafte Partei zu existieren,weil sie
    sich wieder der SPD anschloss oder der radikalen KPD beitrat. Eine "radikale Partei" ist
    die USPD im Gegensatz zur KPD und NSDAP kaum zu nennen gewesen.
    KPD: Sie war je nach der Führungspersönlichkeit eine "radikale"Partei.Während Rosa
    Luxemburg als klügste Denkerin für einen "demokratisch legitimierten Weg" eintrat
    (sie wandte sich beim Gründungsparteitag Silvester 1918 gegen eine Nicht-Teilnahme
    an den Wahlen zur Nationalversammlung, konnte sich aber nicht durchsetzen.15 Tage später wurde sie vonHauptmann Pabst erchossen (der am 1.Tag des Kapp-Putsches zum Major befördert
    wurde).Andere KPD-Parteiführer kamen und gingen, die Partei musste der Kommun.
    Internationale beitreten, die aus Moskau Befehle STALINs erteilte(!), bis 1925
    ERNST THÄLMANN,der bis zur seiner Verhaftung 33 die Partei führte und die weltfremde
    Parole von einem "Sowjet-Deutschland" ausgab, eine Parole, mit der man in D natürlich
    keine Wahl gewinnen konnte. Die KPD hatte wie die NSDAP eine starke eigene
    Kampfgruppe(offiziell ohne Waffen), aber wie die NSDAP ein kleines
    Mordkommando),und sie war an Weisungen aus Moskau gebunden,so dass sie niemals
    mit der SPD einheitlich gegen die NSDAP antreten konnte. Sie war sehr wohl eine radikale kampfstarke Partei, aber selbst die Kampfgruppen der KPD blieben zur Überraschung
    vieler Millionen Deutscher still, als der Machtantritt Hitlers in greifbare Nähe kam.
    Später wurde die KPD sehr still,und die tapferen vereinzelten Anti-Nazi-Aktionen führten
    nur zum sinnlosen Opfertod…
    (Nie im Reichstag waren die Deutsch- völkische Freiheitspartei,die später in der NSDAP
    aufging, eine radikale Partei,und links die Sozialistische Arbeiterpartei,eine kleine
    Absplitterung der SPD,der auch Willy Brandt angehörte.Diese Partei war KEINE
    radikale Partei,sondern suchte die Einheit der Arbeiterparteien ohne Moskauer Befehle.)
  2. Ja, das stimmt.
  3. http://www.geschichtsforum.de/f63/partei…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.