Wie fühlt sich das an für Euch, wenn jemand aus dem Bekanntenkreis stirbt ?

Deine Frage

Aus aktuellem Anlass interessiert mich das jetzt !
Also ich fühle mich erschüttert und erschlagen, und kann momentan an nichts anderes mehr denken !

Antworten

  1. Das ist ein sehr beängstigendes, niederschmetterndes Gefühl,die absolute Fassungslosigkeit. Und wenn diese Menschen noch jung waren, empfindet man es als sehr ungerecht.Aber im Prinzip fühlt man, dass alle lieben Menschen zu jung zum Sterben sind. Dabei habe ich nicht einmal gute Freunde verloren, eher liebe Bekannte. Mir geht es so, dass ich diese Verstorbenen in meinem Herzen trage und immer wieder einmal an sie denke, was sie wohl in einer Situation gemacht hätten, dass ihnen etwas genauso wie mir gefallen hätte. Ich habe auch schon von ihnen geträumt. Ich ehre ihr Andenken und bete für ihre Angehörigen.
    Könntest Du Dir vorstellen, Deine Hilfe anzubieten und manchmal auf die Kinder aufzupassen, wenn es nötig ist? Es könnte ihnen vielleicht helfen, durch die Normalität, die sie in anderen Familien erleben, Geborgenheit zu finden.
  2. ich weinte
  3. Mitgefühl auch für dich-

    Ja,je näher die Person einem gestanden hat,
    je tiefer das Mitgefühl-
    bis hin zur Apathie-
    wenn es in der Familie ist-

    Kraft und Zuversicht allen beteiligten!

  4. angefangen hatte es damals – da war ich 12 Jahre jung, als meine Oma väterlicherseits verstorben ist.

    Da ich sie sehr geliebt habe > war es für mich auch so schlimm – ich konnte nicht aufhören zu weinen.

    Darauf folgte meine Tante, ein Onkel und und und > bis heute, mein Vater starb vor 10 Jahren und ja es ist jedesmal wie eine Ohnmacht und die Erinnerung an all das Schöne mit den Verstorbenen ist das einzige was in uns stets lebendig bleibt und sein wird > bis wir selber einmal gehen.
    Habe auch schon vier Schulkameraden begleitet zu ihrem letzten Geleit.

    Ja, für die kleinen Kinder von dieser Frau – wo verstorben ist, bleibt die Trauer in ihren kleinen Seelen für ihr ganzes Leben haften.
    Es bleibt eben die Erinnerung und ich hoffe für alle > eben auch alle anderen, wo ein ähnliches schweres Schicksal zu tragen haben > es für sich so zu begreifen um einigermaßen damit leben zu können > da es weiter geht > das Leben und die Zeit nimmt darauf bei keinem leider Rücksicht darauf.

    Aufrichtige Anteilnahme

  5. Cat,sei mal ganz lieb in den Arm genommen und kräftig gedrückt.
  6. Wenn es gute Bekannte waren, wird man sie nie vergessen.
  7. Ich bin oft doppelt betroffen: zum einen bin ich traurig, weil ein Mensch doch recht früh verstorben ist und ich ihn vermissen werde, zum anderen denke ich daran – besonders wenn es sich um gleichaltrige Menschen handelt, nun kommen den Einschläge immer näher.
    Natürlich kommt es schon darauf an, wie sehr ich mit einem "bekannt" war.

    Ich habe meinem Freund deshalb "verboten", vor mir zu sterben, denn er begleitet mein Leben nun seit mehr als 50 Jahren. Wir sind durch Dick und Dünn gegangen, haben alle unsere Rückschläge im Leben, unsere persönlichen Fehlentscheidungen und deren Folgen gemeinsam getragen, wie natürlich auch unsere vielen guten Stunden.
    Würde er vor mir "gehen", hinterließ er ein nicht mehr zu schliessendes Loch und mein Leben würde an Qualität verlieren.

  8. Es ist schwerer eine Träne zu trösten,
    als tausend zu vergießen.

    Viele tragen ein schweres Paket der Trauer im Herzen, vor allem, wenn es eine junge Familie trifft.
    Ich wohne ja in einem kleinen Kaff, wo jeder jeden kennt, und da ist die Zukunft wichtig. Wie kommt der Vater klar? Wie kann man ihm helfen!
    Mein herzliches Beileid der Familie; aber auch schon in der Zeit der Trauer muß schon nach dem Blick zurück nach vorne geschaut werden.

  9. ich erfuhr an meiner Hochzeit dass die Schwester von einer Freundin von mir und ihr Mann beim Autounfall gestorben sind! ich kannte ihre Schwester…sie hatte 2 kleine Kinder und ihr Mann war ihre erste und Jugendliebe; die Freundin ließ mir ausrichten dass sie leider nicht bei meiner Hochzeit vorbeischauen kann, weil sie mit ihrer Familie ans Schwarze Meer m. mehreren Autos fuhren und daraus wurde ein Drama…sie fuhren in den Tod (ihre Schwester u. der Schwager) die Mutter und die Kids wurden verletzt… nach Deutschland geflogen; also…ausgerechnet an so einem schönen Tag mußte ich dann weinen u. stand unter Schock..dann…später…erfuhr ich dass auch der Vater von dieser Bekannte Suicid begangen hat…aus mehreren Gründen somit hat sich ihre Familie so verkleinert…ich konnte es nicht glauben…ihr Vater war so ein guter Mann; ein Junge aus der Nachbarschaft hat auch Suicid begangen…aus Angst…wieder Schock….u.s.w….viele starben…
  10. Einfach elend!
  11. Am 05.01. ist mein lieber Freund,…, an Krebs gestorben…

    Er war alleinstehend, lebte alleine und starb alleine…

    Ich fiel aus allen Wolken,
    als die Stationsschwester es mir mitteilte,
    nachdem ich versucht hatte,
    ihn wie sonst auf seinem Handy zu erreichen…
    Danach fühlte ich mich über Tage, total niedergeschlagen.

    Dann machte ich mir lange Vorwürfe,
    ihn nicht noch einmal besucht zu haben…
    …und war doch schockiert über die Bilder aus meiner Erinnerung:
    Wie er innerhalb eines Jahres 35 kg verloren hatte,
    wie schmal und verfallen er wurde,
    wie schlecht es ihm zuletzt ging.
    Darüber, das er es ablehnte so viele Schmerzmittel zu nehmen.
    Was er mir in seinen letzten Tagen erzählt hatte.
    Wie er geweint hatte, als er sich an so vieles aus seinem
    Leben erinnert hatte.
    Gute und schlechte Erinnerungen,
    gemeinsame Erinnerungen und die Zeit mit uns.

    Die letzte Zeit war nicht einfach gewesen,
    nicht für ihn und nicht für mich,
    weil ich auch nicht mehr wusste,
    was ich ihm sagen/erzählen könnte….

    Das war eine sehr schwere Zeit!

    Aber gleichzeitig bin ich jetzt auch froh,
    dass er diese Qualen nicht noch weiter erleiden muss!

    Allein die Tatsache für ihn:
    Zu wissen, dass keine Aussichten auf Heilung mehr bestanden,
    dass der Krebs immer weiter gehen würde
    und er absolut Rettungslos und verloren bleib!

    Allein wenn man sich diese Art von Gedanken vor Augen hält,
    werde ich immer total schwermütig und merke,
    wie sich ein riesiger Mühlstein auf meine Brust wälzt.
    Das ist einfach total belastend!

    Daher bewundere ich auch sehr die Leute,
    die solche Menschen in den Tod begleiten und sie
    nicht sich selbst überlassen…!

    Umso mehr frage ich mich aber,
    ob mein lieber Freund alleine war,
    ob jemand ab und zu herein gesehen hatte,
    oder ob er lieber ganz für sich bleiben wollte…?

    Wenn so etwas passiert,
    wird ja jeder wieder an den eigenen Tot erinnert
    und fragt sich wie das eigene Ende wohl sein wird?

    Spätestens dann versuche ich diese Gedanken
    gleich wieder zu verdrängen,
    weil ich natürlich auch Angst habe,
    mich dem zu stellen, oder mir irgend etwas auszumalen…!

    Das bringt ja auch nicht wirklich was…
    Daher schiebe ich es weg und sage mir:

    "Das führt ja zu nicht´s!"
    "Wie es auch kommt, ändern lässt es sich sowieso nicht!"
    und:
    "Hoffentlich ist dieser Tag noch weit, weit entfernt!"

    Auch von mir, an Dich, mein herzliches Beileid, liebe Cat!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.