Würdet ihr einen Menschen unterstützen, den ihr gar nicht mögt ?

Deine Frage

Ist es nicht Verrat an sich selbst, wenn man einem Menschen hilft, mit dem man nichts zu tun haben möchte und den man gar nicht mag?…
WAS veranlasst einen Menschen, gegen seine eigentliche Moral und gegen seinen guten Charakter zu verstossen ?

Antworten

  1. Das kommt auf die Sache an, bei der ich ihn unterstützen soll. Auch, ob es einfach eine persönliche Abneigung meinerseits ist, oder es dafür andere Beweggründe gibt.

    Beispiel: (etwas überzogen) Jemand der gegen Menschenrechte verstößt aber nun ein durchdachtes und gutes Projekt für Umweltschutz auf die Beine stellt. Beteht bei einer eventuellen Unterstützung meinerseits und anderer die Möglichkeit, daß er dies auch zu seinen anderen Zwecken ausnutzt?

    Jemand, mit dem ich absolut nicht kann, der aber in eine Notlage geraten ist und z. B. dringend zu einem Verwandten ins Krankenhaus muß und keine andere Möglichkeit hat. Dann würde ich ihn trotzdem hinfahren. Ich muß ja deswegen nicht gut Freund mit ihm werden.

    Grundsätzlich für mich bin ich immer erst einmal Hilfsbereit. Ich würde mich nicht anbieten, wenn es jedoch die Situation erfordert oder ich darum gebeten werden handeln.

  2. Ich finde die Frage interessant, aber zu schwammig gestellt. Wie definierst du "nicht mögen" und was verstehst du unter "unterstützen" genau?

    Also: würde jemand, den ich "nicht mag" verletzt im Straßengraben liegen, würde ich auf jeden Fall helfen.
    Warum? Ich erhoffe mir im umgekehrten Fall auch Hilfe, ohne das derjenige erst kalkuliert ob die Sympathiepunkte dafür ausreichen.
    Es geht um den ethischen Grundsatz, andere so zu behandeln wie man selbst behandelt werden will!

    Allerdings würde ich etwa jemanden, der im Suff Frau und Kinder verprügelt (und den ich deshalb "nicht mag") sicher nicht unterstützen, in dem ich ihm eine Kiste Bier besorge….

  3. Was hat das denn mit Verrat an sich selbst zu tun? Entweder man hat ein großes Herz, oder man hat keines. Und entweder man sieht, ob jemand Hilfe benötigt oder nicht.
    Ich kann auch nicht nachvollziehen, wieso Du das als einen guten Charakter oder als eine gute Moral bezeichnest, wenn ein Mensch aus irgendwelchen Antipathien heraus die vielleicht noch dazu vollkommen unbegründet sein können dem nicht gemochten Menschen Hilfe verweigert. Ein guter Charakter zeichnet sich doch eher dadurch aus, dass ein Mensch seine eigene Eitelkeit zurückstellen kann und erkennt, dass nicht er der Nabel der Welt ist, sondern dass Hilfsbedürtigkeit eine Massnahme erfordert. Ob derjenige über seinen Schatten springen kann hat was mit seiner eigenen Charakterstärke zu tun. Für mich ist es eher ein Zeichen von Schwäche, wenn er dies dann nicht kann.
  4. Ja. Ich gebe sogar dir manchmal eine BA.
  5. nein,
    warum sollte es ein verrat an mich selbst sein?
    auch wenn man einem menschen hilft, ist es ja nicht so, dass man ihn plötzlich wieder mag.
    dann stellt sich auch die frage, sollte man etwa nur menschen helfen, die einem sympatisch sind, die man mag, liebt?
    wenn man tatsächlich nach diesem prinzip handeln würde,
    wäre es sehr schwierig überhaupt in einer großen gemeinschaft zu leben.

    natürlich kommt es auf die art der unterstützung/hilfe an.
    aber warum sollte ich extra noch gehässiger sein,
    wenn ich zB eine alte omma nicht leiden kann,
    sie aber keinen sitzplatz hätte und ich schon,
    würde ich's ihr trotzdem anbieten. warum? weil auch "schlechte" menschen manchmal hilfe brauchen-aber- ich würde dennoch drauf achten, ob es jemand "verdient" hat-eher darauf und nicht,ob ich die person mag oder nicht

  6. Es käme auf den Grund an, warum ich ihn nicht mag.
  7. wenn derjenige mich um hilfe bittet, würde ich helfen.
    aber ich würde nicht von mir selbst aus hilfe anbieten.
  8. Hallo, also ich würde einem Menschen den ich nicht mag nur ungern helfen, nein nicht weil ich ein schlechter Mensch bin ich helfe liebend gerne Menschen aber ich helfe nur gerne wenn ich mich mit der Person verstehe. Natürlich würdest du dich dann "moralisch wertvoller" fühlen, da du geholfen hast.
    Aber es gibt da 2 Seiten die eine wenn ich z.B.; einen Menschen nicht mochte und der Mensch erkrankt dann dann helfe ich ihm natürlich, denn ich bin kein kalter Stein, wenn mich jedoch der Mensch ausgenutzt hat und dann meint ich helfe ihm der Typ bin ich nicht, da unterscheide ich und helfe ihm dann nicht, aber grundsätzlich helfe ich gerne….
  9. Hallo,
    wer hilfsbedürftig ist, der bekommt Hilfe, ohne Ansehen der Person. Ich lebe nicht mit dem Menschen, aber wenn ich sehe, dass ein Mensch sozusagen vor die Hunde geht, hänge ich mich selbstlos hinein. Ich erwarte keinen Dank, ich habe dann nur das gute Gefühl, für einen Menschen da gewesen zu sein, wie er jemand gebraucht hat.
  10. Nein, außer es geht um Leben und Tod, bzw. Gesundheit und Krankheit.

    Dann wurde ich Hilfe (zur Selbsthilfe) organisieren/veranlassen.

  11. Rein arbeitstechnisch unterstütze ich jeden Tag Menschen, helfe ihnen etwas besser leben zu können. Natürlich gibt es da keine Ausnahme und sicher mag ich den ein oder anderen nicht wirklich…
    Privat hat alles Grenzen, auch meine Hilfsbereitschaft, jemand, der mir gezeigt hat, das meine Hilfe null Wirkung hat, weil er so weiter macht wie bisher und nimmt, weil es gerade passt, aber selbst ohne Mühe, meint, im Leben kommt schon immer mal wieder ein Blöder der hilft, der kann lange warten…es sei denn, es geht um Leib und Leben oder um Kinder einer Familie, die ohne Hilfe von aussen leiden würden…nur als Beispiel…
    Es ist eine Grundeinstellung hilfsbereit zu sein, das Leben ,wenigstens der Menschen in der Umgebung und damit auch das eigene, angenehmer zu gestalten. So gesehen ein humaner Grundsatz, auch jeden anderen so gut zu behandeln, wie man selber behandelt werden möchte, auch dann, wenn man eigentlich weiß, das man selbst nicht damit rechnen kann.
    So habe ich im Haus bei uns immerhin erreicht, das die eine "zickige" Nachbarin viel freundlicher geworden ist allen gegenüber.
    ZB. habe ich einen unerträglichen Nachbarn, der nur Theater macht und auch aggressiv werden kann. Als aber die kleine Tochter (3) "verschwunden" war (sie stand hinter dem Misthaufen…und hat sich von der Feuerwehr finden lassen), habe ich mit gesucht und gelitten…natürlich auch, weil das Kind gar nichts dafür kann !
    Würde er mich aber bitten, mal mit an zufassen…käme von mir nur ein Achselzucken, weil wer mich so anschreit und schubst in Wut, der kann seinen Kram alleine machen…

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